Gründung
des Vereins
Am
3.4.1913 wurde die Eschersheimer Realschule mit 26 Jungen in
der ersten Sexta eröffnet. 1919 wurde sie Oberrealschule,
Ostern 1922 legten die ersten elf Schüler die Reifeprüfung
ab. Seit dem 15. Juni 1925 heißt die Schule Ziehen-Oberrealschule,
benannt nach dem Frankfurter Stadtrat und Pädagogikprofessor
Dr. Julius Ziehen.
Am
14. Februar 1923 wurde der Verein der Freunde und Förderer
der Eschersheimer Oberrealschule (E.O.S.) gegründet, 1925
nahm er den Namen der Ziehen-Oberrealschule an. In der Gründungssatzung
hatte sich der Verein zum Ziel gesetzt, den Unterricht, die Erziehung
und die körperliche Ertüchtigung der Schüler zu
unterstützen. In Zusammenarbeit mit der Schule und dem Elternbeirat
wollte er die Erfahrungen und Beziehungen seiner Mitglieder z.B.
bei der Berufsberatung, zur Verfügung stellen.
Unterstützung der Schule
Mit
der Zahl der Schüler von 286 im Gründungsjahr, 764
nach dem Krieg 1946/47, rd. 1000 im Jahre 1950 und in der Spitze
1619 Schüler im Schuljahr 1981/82 wuchs auch der Unterstützungsbedarf
der Schule. Wenn die Kommunen kein Geld haben, und sie haben
nie ausreichende Mittel, wird meist zuerst bei den Schulen gespart.
Nicht nur in der Hochinflation 1923, vor allem in der Weltwirtschaftkrise
und nach dem 2. Weltkrieg war Hilfe dringend notwendig. Als
die Schüler im April 1947 wieder in das von Amerikanern
nach dem Krieg besetzte Schulgebäude zurück konnten,
war es leer. In dieser Zeit wurden zunächst vierteljährlich,
dann monatlich in Klassen Geld gesammelt, um dringend benötigtes
Unterrichtsmaterial zu beschaffen.
Hilfe von Ehemaligen
In
der ersten Mitgliederversammlung nach dem Krieg, am 22. November
1947, erging ein Aufruf an die ehemaligen Schüler, im Verein
der Freunde und Förderer der Ziehenschule für ihre
Schule tätig zu werden und mit zu helfen. Der Aufruf hatte
eine große Resonanz, es gelang, eine Vielzahl von Ehemaligen
zu finden. Der Vorstand des Vereins im Jahre 1950 bestand aus
16 Personen, davon waren 9 ehemalige Schüler. Aufgrund
der emotionalen Bindung an „ihre“ Schule haben sie
maßgeblich zur Linderung der Not und dem Aufbau in den
50er Jahren beigetragen. Auf den Veranstaltungen der Schule,
der 40-Jahr Feier 1953 und dem 50jährige Schuljubiläum
1963, haben die Ehemaligen Ihrer Schule erhebliche Beträge
gespendet.
Auch
die Schule und der Verein blieben nicht von den wirtschaftlichen
und politischen Umwälzungen verschont. Viele Ehemalige hatten
mit dem Wirtschaftsaufschwung in den 50er Jahren Frankfurt aus
beruflichen Gründen verlassen. Der politische Umbruch in
den 60er Jahren, gerade in Frankfurt, führte bei Schülern
und Eltern dazu, dass vieles in Frage gestellt, ja abgelehnt wurde.
Für Gefühle und Tradition blieb wenig Raum. Die Generationen
lebten sich auseinander, die Distanz zur Schule vergrößerte
sich. Die Kontakte der Abiturienten jener Jahre zur ihre ehemaligen
Schule ließen nicht nur an der Ziehenschule spürbar
nach.
Seit
den 90er Jahren ist ein wachsendes Interesse der Ehemaligen an
Ihrer Schule festzustellen. Der Wunsch, sich zu runden Abitur-Jubiläumsfeiern
in ihrer alten Schule zu treffen, wird immer häufiger an
den Verein der Freunde und Förderer der Ziehenschule herangetragen,
oftmals verbunden mit dem Wunsch, die Bemühungen des Vereins
für die Ausbildung der heutigen Schülergeneration durch
eine Spende zu unterstützen.
Die weitere Entwicklung
Die
Qualität der Schule ist für viele Eltern ein maßgebliches
Kriterium für die Auswahl der Schule. Die Ziehenschule
profilierte sich, schaffte spezielle Unterrichtsangebote. In
den Vorstand des Vereins traten vermehrt Eltern ein, deren Kinder
an der Ziehenschule unterrichtet wurden. Das jährliche
Spendenaufkommen in den Jahren 1986 bis 1997 wuchs kontinuierlich
an.
Aussichten
Mit den elektronischen Medien ist ein neues Zeitalter angebrochen,
dem sich auch der Verein der Freunde und Förderer der Ziehenschule
stellt. Mittels Internet und Email können Ehemalige untereinander,
wo auch immer auf der Welt sie sich befinden, kommunizieren.
Der Verein hofft, auf diese Weise, verstärkt Ehemalige
zu erreichen.
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Unterstützen Sie Ihre ehemalige Schule im Sinne der
Gründer des Vereins mit persönlichem Engagement, mit
Rat, mit Geld- oder Sachspenden! Helfen Sie uns in unserem Bemühen,
unseren Kindern eine optimale Vorbereitung auf ihre und unsere
Zukunft zu ermöglichen!
Autor:
Ingo Korsch, Abitur Ziehenschule 1958